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28.07.2022, 17:33
Letzter Titel nach traditioneller Machart

FIFA 23: Cover, Release, Crossplay – ein Überblick

von Niklas Aßfalg
Foto: TSG Hoffenheim / EA SPORTS

EA SPORTS hat FIFA 23 inzwischen offiziell angekündigt und bereits diverse Details zum letzten Titel nach traditioneller Machart kommuniziert – schließlich steht mit der Trennung von Entwickler und Fußball-Weltverband eine Zeitenwende bevor. Wir verschaffen einen Überblick über die wichtigsten Informationen wie Release, Cover und Crossplay-Funktion. 

EA SPORTS und die FIFA gehen 2023 getrennte Wege. Zuvor allerdings soll mit FIFA 23 ein letzter Titel unter gemeinsamer Kooperation erscheinen – und zum besten FIFA aller Zeiten werden. Die offizielle Kampagne zu FIFA 23 begann am 18. Juli mit der Verkündung der Cover-Stars: Kylian Mbappé ziert zum dritten Mal in Folge die Verpackung, auf der Ultimate Edition ist zudem die Australierin Samantha Kerr vom FC Chelsea zu sehen. Diese Spezialversion geht mit einigen Boni einher – darunter eine Ones to Watch-Karte und einer der neuen FIFA World Cup FUT Heroes. Die Ultimate Edition kostet regulär 99,99 Euro, die Standard Edition liegt für die neue Konsolengeneration bei 79,99 Euro und für alte Generation bei 69,99 Euro. 

Offizielles Release-Datum von FIFA 23 ist der 30. September, das Vorbestellen der Ultimate Edition beschert einen Vorabzugang ab dem 27. September. Die FIFA World Cup-Varianten der FUT Heroes sollen Ultimate Team anlässlich der WM 2022 in Katar bereichern. Bislang sind Objekte von Yaya Touré, Ji-sung Park, Ricardo Carvalho und Claudio Marchisio bestätigt – Letzterer im Einklang mit der Lizenz-Rückkehr von Juventus Turin in die EA SPORTS-Reihe. Apropos WM: Sowohl die Herren-Weltmeisterschaft 2022 in Katar als auch die Frauen-Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland können nach dem Release über kostenfreie Updates ins Spiel integriert werden. Ein wohl letztes FIFA-Hallelujah an dieser Stelle. 

Erstmals Frauen-Vereinsmannschaften – aber keine Bundesliga

Der Frauenfußball soll mit FIFA 23 generell weitere in den Fokus rücken: Erstmals wird der kommende Titel neben den bereits bekannten Nationalmannschaften auch Vereinsmannschaften aufweisen und spielbar machen. Dabei handelt es sich zunächst aber lediglich um Teams aus der Barclays FA Women’s Super League und der Division 1 Arkema – den höchsten Spielklassen aus den England und Frankreich. Auf die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und somit auch auf unsere TSG Hoffenheim müssen die Fans auch in FIFA 23 vorerst noch warten. 

Implementiert wird hingegen das Crossplay-Feature, das zum Ende von FIFA 22 bereits in Online-Freundschaftsspielen und Online-Saisons getestet worden war. Allerdings besitzt die Funktion immer noch Einschränkungen: Die neue Generation wird zusammengefasst und kompatibel – sprich Playstation 5, Xbox Series X|S, Stadia und PC. Ebenso die alte Generation mit PlayStation 4 und Xbox One. Auch hinsichtlich der Modi zur Anwendung ist noch keine Vollständigkeit erreicht, so fehlen etwa der Pro Club-Modus und VOLTA. 

Partielles Crossplay-Feature nach Generationen und Modi 

Crossplay wird für FIFA 23 in FUT Division Rivals (außer Koop), FUT Champions, FUT-Ultimate-Online-Draft, FUT-Online-Freundschaftsspielen (außer Koop), FUT-Spiele-gegen-einen-Freund, Online-Freundschaftsspielen, Online-Saisons (außer Koop-Saisons) und dem Wettkampfmodus "Virtual Bundesliga" für deutsche Spieler ermöglicht. Implikationen führt die Crossplay-Implementierung darüber hinaus auch für Bereiche wie den FUT-Transfermarkt mit sich. Dieser erhält eine "gemeinsame Gruppierung" für PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One und Stadia, während er für PC- und Switch-Nutzer weiterhin individuell bleibt. Die Einteilung ist unabhängig davon, ob das Crossplay-Feature überhaupt aktiviert ist.

Zu guter Letzt präsentiert EA SPORTS mit FIFA 23 auch die Weiterentwicklung der neuen Gameplay-Technologie, die mit FIFA 22 eingeführt worden war: Hypermotion2. Hiervon verspricht sich der Entwickler noch authentischere Fußball-Animationen auf dem virtuellen Rasen. Im Deep Dive zum Gameplay werden zudem neue Animationen und Spielmechaniken für das Schießen, die Verteidigung und das Passen angepriesen. Der Powerschuss und überarbeitete Standards sollen neue Features bieten, im Fokus steht die Physik auf dem Rasen. Für die neue Konsolengeneration sowie PC und Stadia wurde eine "hochentwickelte Aufprallphysik" angekündigt, Netz-Interaktionsphysik und Spielerbewusstsein sind ebenfalls Stichworte.

Die kommenden Wochen sind wie üblich gepflastert mit tiefergreifenden Vorstellungen einzelner Aspekte von FIFA 23, das Gameplay und ebenjene Hypermotion2-Technologie haben nur den Anfang gemacht. FIFA 23 wirkt bereits im späten Juli auf dem Papier durchaus vielversprechend. Ob EA SPORTS und die FIFA mit dem letzten gemeinsamen Titel aber tatsächlich das schon vor Monaten angekündigte Meisterwerk erschaffen können, steht bis Ende September noch in den Sternen. Den treuen Fans wäre es jedenfalls zu wünschen.

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