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16.03.2022, 17:36
Fazit zur Club Championship-Saison 2021/22

VBL: Fantastische Rückrunde überwiegt Playoff-Frust

von Niklas Aßfalg
Foto: TSG Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim hat den Finaleinzug in der Virtual Bundesliga (VBL) Club Championship by bevestor knapp verpasst, kann aber dennoch auf eine erfolgreiche zweite Spielzeit in Deutschlands FIFA-Eliteliga zurückblicken. Eine fantastische Rückrunde korrigierte den verschlafenen Saisonstart – wir lassen die letzten eSPORTS-Monate noch mal Revue passieren.

Nach der hervorragenden Debütsaison 2020/21 in der VBL Club Championship inklusive Finaleinzug und Sprung unter die Top 6 der deutschen Vereine waren die Erwartungen an die zweite Spielzeit hoch gewesen. Und die ersten Wochen der Saison 2021/22 ließen nicht unbedingt darauf schließen, dass unser eSPORTS-Team dem Druck gewachsen sein würde: Ganz im Stile weiter Phasen der vorherigen Saison startete die TSG mit vier Remis in Folge, gerade die beiden 4:4 gegen den FC Augsburg und RB Leipzig ließen hoffen. Im Anschluss an den ersten Erfolg beim 5:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 führte die Formkurve jedoch steil bergab, es folgten sechs Begegnungen ohne Gesamtsieg – darunter ein 1:7 gegen die SpVgg Greuther Fürth. 

Unsere Hoffenheimer überwinterten auf dem zwölften und damit vorletzten Platz der Division Süd-Ost, die Playoff-Ränge eins bis sechs schienen nach zwölf Spieltagen schon beinahe enteilt zu sein. Die Winterpause tat unseren FIFA-Profis allerdings extrem gut, schon der Jahresauftakt 2022 gegen den 1. FC Nürnberg (6:3) deutete den Aufschwung an. Eine wichtige Rolle bei der großartigen Aufholjagd spielte Top-Talent Fabrice 'whiteezz05' Weiß, der zur zweiten Saisonhälfte für Marcel 'plaplup' Schwarz in den VBL-Kader rückte. Der 16-Jährige avancierte sofort zum Stammspieler, er blieb 14 Partien lang ungeschlagen. In 13 Einzelspielen gelangen ihm sieben Siege, in 13 Doppelspielen ging er achtmal als Gewinner hervor.

Gleich drei 9er-Bomben im Jahr 2022

Von den 26 Duellen mit Beteiligung von 'whiteezz05' wurden lediglich vier verloren. Aber auch der in der Hinrunde noch stark schwankende Lukas 'Lukas_1004' Seiler fand an der PlayStation wieder zu alter Stärke, mit zwölf 2vs2-Siegen schloss er die Hauptrunde auf dem staffelübergreifenden dritten Platz dieser Kategorie ab. Im selben Maße, in dem sich die individuellen Leistungen unserer eSPORTS-Profis verbesserten, kletterte die TSG auch in der Tabelle: Das 5:2 gegen Hertha BSC und das 9:0 gegen den SSV Jahn Regensburg bedeuteten schon die Eroberung des siebten Rangs, anschließend sorgten die beiden 3:3-Remis gegen die starken Augsburger und Leipziger nur für kleinere tabellarische Rückschläge. 

Der Fall auf Platz acht sollte aber keine Trendwende darstellen, sondern war wohl lediglich der Qualität der Gegner geschuldet. Die Mainzer (7:1) und die Fürther (9:0) hatten unseren Hoffenheimern an den Spieltagen 18 und 19 nichts entgegenzusetzen. Auch in den darauffolgenden drei Duellen wurden insgesamt ordentliche 15 Punkte geholt, das 3:6 gegen Titelverteidiger 1. FC Heidenheim stellte am 24. Spieltag die letzte Niederlage dar. Vor dem finalen Doppelspieltag belegte unsere TSG den sechsten und letzten Rang, der für die Playoffs qualifiziert. Der Tisch für einen spannenden Showdown war gedeckt, gegen den FC Ingolstadt (6:3) und den 1. FC Nürnberg (9:0) ließen unsere FIFA-Profis aber nichts mehr anbrennen.

Herausragende 69 Punkte in der Rückrunde

Die Belohnung für die herausragende Rückrunde war der vierte Platz in der Süd-Ost-Abschlusstabelle, der nicht für die Playoffs berechtigte, sondern auch sicherstellte, dass mit 'Lukas_1004' und Jan-Luca 'Bassinho' Baß mindestens zwei Hoffenheimer am Grand Final der VBL-Einzelmeisterschaft teilnehmen. Und obwohl in den Playoffs gegen den 1. FC Köln Schluss war, überwiegen die positiven Eindrücke der zweiten Saisonhälfte. Zur Einordnung: Unsere TSG sammelte in der Rückrunde fantastische 69 Punkte, RB Leipzig wurde mit insgesamt 132 Zählern Staffelsieger. Wäre auch nur annähernd dieselbe Ausbeute in der Hinrunde gelungen, hätte sich aus dem Zweikampf an der Süd-Ost-Spitze ein Dreikampf entwickelt.

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