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27.04.2021, 17:05
Karrieremodus und FUT

Neuzugänge in FIFA: David Raum als Lösung auf links

von Niklas Aßfalg
Foto: EA SPORTS
Foto: EA SPORTS

Die Temperaturen steigen, die laufende Saison nähert sich ihrem Ende – die Verantwortlichen machen sich längst Gedanken über mögliche Sommertransfers. Die TSG Hoffenheim hat sich für die kommende Spielzeit mit einem weiteren Talent verstärkt, David Raum kommt von der SpVgg Greuther Fürth. Wir haben den deutschen U21-Nationalspieler unter die FIFA-Lupe genommen.

Der Linksverteidiger macht in der laufenden Zweitliga-Saison nachhaltig auf sich aufmerksam: 14 Vorlagen lieferte er bei den "Kleeblättern" bereits  – mehr als beachtlich für einen nominellen Defensivspieler. Dieser Offensivdrang wird auch durch seine Bronze-Karte in FIFA 21 Ultimate Team (FUT) widergespiegelt, das Tempo (83) und das Dribbling (68) sind seine stärksten Grundwerte. Generell fällt sein Basis-Objekt allerdings noch sehr schwach aus, Raum wurde zum Release des EA-Titels im vergangenen Oktober mit einem Overall-Rating von gerade einmal 63 ausgestattet. Das enorme Potenzial des 23-Jährigen lässt sich aber bereits erahnen, jeweils drei Sterne für die Spezialbewegungen und den schwachen Fuß weisen auf einen technisch versierten Verteidiger hin. Raum dürfte im kommenden Herbst mit FIFA 22 auf eine deutlich stärkere Silber-Karte aufgestockt werden, sämtliche Attribute sollten steigen. 

Vorauszusehen ist die Entwicklung in FUT anhand des Karrieremodus: Dieser wird in den FIFA-Ablegern regelmäßig mit Updates versehen, die die Gesamtbewertungen an die realen Verhältnisse anpassen. Raum startete auch in diesem Modus in FIFA 21 mit einem Overall-Rating von lediglich 64, im Verlauf der Saison wurde jedoch sukzessive auf derzeit 72 Punkte erhöht. Viel mehr kann ein junger Profi, dem in den vergangenen Monaten erst der Durchbruch gelungen ist, in der zweiten Liga nicht herausholen. Der Wechsel zur TSG ins Oberhaus öffnet im Sommer allerdings die Tore für weiteren Aufschwung, 72 Zähler dürften noch lange nicht das Ende der Fahnenstange darstellen. Dass EA SPORTS selbst an eine weiterhin positive Entwicklung des deutschen U21-Nationalspielers glaubt, beweist sein Potenzial im Karrieremodus: Raum kann es virtuell in den kommenden Spielzeiten bis auf 79 Punkte bringen. 

Raum füllt die LV-Lücke, Schwächen in der Defensive

Es spricht wenig dagegen, dass der Entwickler mit FIFA 22 das Potenzial des designierten TSG-Neuzugangs nochmals anhebt und in den unteren 80er-Bereich befördert. Raums Vorzüge werden hingegen dieselben bleiben, im Karrieremodus überzeugt er inzwischen mit einem Antritt und einer Sprintgeschwindigkeit von jeweils 86. Auch der Flanken-Wert von 76 bastelt weiter am Bild eines offensivstarken Linksverteidigers, wie ihn Hoffenheim in dieser Form aktuell nicht im FIFA-Kader hat. Ryan Sessegnon und Robert Skov, die diese Position beide bekleiden können, werden in der Regel weiter vorne eingesetzt. Konstantinos Stafylidis, der derzeit einzig echte TSG-Linksverteidiger in der Fußball-Simulation, kann hinsichtlich des Antritts (74) und der Sprintgeschwindigkeit (73) in FIFA 21 keine Bäume ausreißen. Raum wird digital eine Lücke füllen und Hoffenheim zu einem noch attraktiveren Verein machen. 

Schwächen weist der gebürtige Nürnberger an den Konsolen noch im Kernbereich des Verteidigens auf: Seine Bronze-Karte in FUT verzeichnet einen Defensivwert von nur 51, auch im Karrieremodus besitzen die Attribute Defensives Bewusstsein (59), Faire Zweikämpfe (66) und Grätsche (64) noch ordentlich Luft nach oben. FIFA 22 wird durch eine neue Evaluierung der einzelnen Attribute der verschiedenen Profis sicherlich Besserung bescheren, ein Zweikampfmonster wird Raum aber auch im kommenden Titel noch nicht sein. Der Linksfuß steht in FIFA für seinen unwiderstehlichen Offensivdrang, Defensivarbeiten müssen auf der linken Seite dagegen gelegentlich wohl über das Kollektiv gelöst werden. 

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